Am vergangenen Wochenende fanden auf dem Fühlinger See in Köln die Deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern statt. Für den Duisburger Ruderverein gingen 6 Sportler an den Start. Das beste Ergebnis brachte Finya Nolzen im Juniorinnen B Vierer ohne mit der Bronze-Medaille in einer Renngemeinschaft mit Düsseldorf zurück an die Wedau.

Zwei direkte Qualifikationen im Vorlauf

Der Donnerstag ist traditionell der Tag der Vorläude auf der Deutschen Jugendmeisterschaft. Als erstes Boot gingen hier Paul Scholz und Niklas Lebede im Junior B Doppelzweier auf die 1500 Meter lange Strecke. Nach ihrem fünften Platz auf der Hamburge Junioren-Regatta vor drei Wochen gingen die beiden Selbstbewusst an den Start. In diesem vollen Feld reichte bereits der zweite Platz zur direkten Qualifikation für das Halb-Finale. Allerdings wartete in diesem Lauf bereits mit dem Boot aus Essen der Sieger aus Hamburg von vor drei Wochen. Die beiden konnten jedoch ihre Stärke zeigen und sich knapp hinter den Essener Favoriten den zweiten Platz sichern und sich somit den Umweg über den Hoffnungslauf am Freitag ersparen.

Weniger Erfolg hatte Katharina Soldat im Juniorinnen B Einer. Der Duisburger Neuzugang der RG Bottrop konnte in diesem starken Vorlauf den führenden Booten nicht folgen und verpasste mit einem dritten Platz leider knapp den direkten Halbfinal-Einzug.

Finya Nolzen startete in der Renngemeinscahft mit dem Ruderclub Germania Düsseldorf und dem Neusser Ruderverein im Juniorinnen B Vierer ohne. Nach einem starken dritten Platz in Hamburg ging das Boot um Schlagfrau Finya mit dem Ziel an den Start, eine Medaille auf dieser Meisterschaft zu holen. Diese Ambition unterstrich sie auch mit einem ungefährdeten zweiten Platz im Vorlauf, der den direkten Einzug in das Finale am Sonntag bedeutete.

Im Junior A Zweier ohne startete Maximilian Dahmen in Renngemeinschaft mit dem Ruderverein Oberhausen. Diesem neugebildeten Zweier konnte man leider die fehlenden Trainingskilometer und Rennerfahrung ansehen, sodass die beiden leider mit einem deutlichen Rückstand alf fünfte die Ziellinie überquerten und somit im Hoffnungslauf um die weitere Qualifikation rudern müssen.

Im leichten Männer Einer A ging Marvin Lebede an den Start. In seinem ersten Jahr im U23-Bereich ging es für Marvin vor allem darum, Erfahrung für die näcshten Jahre in dieser neuen Klasse zu sammeln. In seinem Vorlauf kam Marvin mit circa 6 Sekunden hinter dem restlichen Feld ins Ziel und musste daher auch in den befürchteten Hoffnungslauf.

Neben ihrem Einer-Rennen ist Katharina zusätzlich noch kurzfristig in einen Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Bonn/Köln/Siegburg gemeldet worden, um einen krankheitsbedingten Ausfall zu kompensieren. Ohne jegliche Trainingseinheiten konnte die Mannschaft zwar leider nicht die direkte Qualifikation, dafür allerdings einen soliden vierten Platz im Vorlauf erreichen.

Drei Boote im Hoffnungslauf

Am Freitag der Jugendmeisterschaft stehen die Hoffnungsläufe auf dem Programm. Nachdem sich Paul, Niklas und Finya bereits direkt für die nächsten Runden qualifiziert haben, ging zunächst Katharina Soldat in ihrem Einer aufs Wasser. Nach ihrer Doppelbelastung in den Vorläufen ging es hier in ihrem ersten Hoffnungslauf an diesem Tag um einiges. Von diesem Hintergrund ließ Katharina sich allerdings nicht stören und konnte über die komplette Renndistanz zwei Boote hinter sich lassen und mit diesem ungefährdeten zweiten Platz noch das Ticket für das Halbfinale lösen.

Anschließend ging Maximilian Dahmen im Zweier ohne in den Hoffnungslauf. Nach einem missglückten Start konnten die beiden Ruderer sich zwar schnell an dem Boot aus Düsseldorf und Essen vorbeischieben, verpassten allerdings den Anschluss an das restliche Feld und schieden nach 2000 Metern mit ihrem fünften Platz leider aus dem Wettbewerb aus.

Ähnlich erging es Marvin Lebede im leichten Männer Einer. Nach einem guten Start konnte Marvin der Geschwindigkeit des Feldes leider nicht folgen und schied somit mit seinem letzten Platz im Hoffnungslauf ebenfalls aus dem weiteren Regattaverlauf aus.

Als letzter Duisburger Starter an diesem Tag ging Katharina diesmal wieder im Doppelvierer an den Start. Geschwächt durch diesen Doppelstart verpasste das Boot lediglich um ein paar Sekunden die Qualifikation für das Halbfinale. Dieses Ausscheiden in dieser kurzfristig entstandenen Kombination war für Katharina allerdings aufgrund der bereits erfolgten Qualifikation im Einer nicht allzu schmerzlich.

Kein Weiterkommen in den Halbfinals

Der Samstag stellt für die Junioren der Tag der Halbfinals dar. Als erstes Boot ging der Doppelzweier mit Niklas und Paul auf die Strecke. Nach einem guten Start lagen die beiden auf den ersten 1000 Metern sicher auf einem dritten Platz, der für die Finalqualifikation ausreichen würde. In einem starken Endspurt zog jedoch das Boot aus Hamburg auf den letzten 500 Metern an dem Duisburger Boot vorbei und verhinderte mit 0,5 Sekunden Vorsprung die nächste Duisburger Finalqualifikation.

das zweite Halbfinale mit Duisburger Beteiligung war der Juniorinnen Einer B. Im Rennverlauf konnten sich die ersten drei Boote schnell absetzen und das Feld somit teilen. Das hintere Feld mit Katharina bewegte sich hierbei über die ersten 1000 Meter lediglich innerhalb von weniger als einer halben Sekunde. Im Gegensatz zu vielen anderen Gegnern hatte Katharina die beiden zusätzlichen Rennen im Doppelvierer in den Knochen. Dies machte sich besonders auf den letzten 500 Metern bemerkbar, wo Katharina im Endspurt nicht mehr folgen konnte und somit den 6. Platz belegte.

Zwei B-Finals und eine Bronze-Medaille

Der Finaltag der Deutschen Jugendmeisterschaften begann für die Mannschaft um die Trainer Stefan Wallat, Alexander Roos und Florian Derdzinski mit dem B-Finale des Junior B Doppelzweiers von Niklas und Paul. Nach dem knappen Ausscheiden im Halbfinale haben die beiden sich viel für das kleine Finale vorgenommen. Über den Streckenverlauf gab es viel Bewegung in den Platzierungen. Während die beiden nach den ersten 500 Metern noch auf dem dritten Platz lagen, konnten sie sich im mittleren Streckenabschnitt nach vorne arbeiten und sich auf den zweiten Platz schieben. Auf den letzten 500 Metern zeigte sich jedoch leider das Verhalten der vergangenen Regatten und Rennen und auch hier konnten die beiden Duisburger nicht mehr mit dem Feld im Endspurt mithalten, sodass sie die Saison mit einem 4. Platz im B-Finale und einem 10. Platz in der Gesamtwertung abschlossen.

Das nächste Rennen mit Duisburger Beteiligung war das B-Finale von Katharina im Juniorinnen B Einer. Hier zeigten sich im Rennverlauf keine Änderunge in den Platzierungen. Nach einem langen Regattawochenende mit 5 Rennen in 2 Bootsklassen konnte Katharina leider nicht mit dem Feld mithalten. Während sie nach 1000 Metern weniger als eine Sekunde hinter der drittplatzierten Ruderin aus Mecklenburg-Vorpommern lag, vergrößerte sich der Abstand auf den letzten Metern auf mehr als 2 Sekunden. Im Endspurt konnte sie jedoch die Angriffe der Kontrahentin aus Potsdam abwehren und sich weiter absetzen, womit Katharina das B-Finale als 5. und die Deutschen Jugendmeisterschaften mit einem 11. Platz abschließen konnte. 

Das letzte Rennen an diesem Wochenende war das Finale im Juniorinnen Vierer ohne B mit der Mannschaft aus Duisburg/Düsseldorf/Neuss. Das Boot um Schlagfrau Finya Nolzen kam sehr gut in das Rennen und überquerte die erste Zwischenmarke bei 500 Metern auf der zweiten Position. Über den weiteren Streckenverlauf konnte sich das Boot aus Berlin, das im Vorlauf bereits gegen Finyas Boot gewonnen hatte, immer weiter aufholen, sodass die 1000 Meter Marke nahezu zeitgleich von den beiten Booten auf Platz 2 und 3 überquert werden. Während die Berlinerinnen sich weiter nach vorne kämpften um das führende Boot aus Potsdam einzuholen, konnte der Vierer aus NRW leider nicht weiter folgen, konnte sich im Ziel aber über einen dritten Platz freuen. Bei der anschließenden Siegerehrung und der Übergabe der Bronzemedaille durch das aus Neuss stammende Präsidiumsmitglied des Deutschen Ruderverbandes Michael Stoffels, gratulierte die Duisburger Delegation aus Vorstand, Trainern, Sportlern und Eltern Finya zu ihrem großen Erfolg.

Nächster Höhepunkt auf der Heimstrecke

Insgesamt kann das Trainerteam um den mehrfachen Weltmeister Stefan Wallat sehr zufrieden mit den Ergebnissen dieser Saison sein, auch wenn das knappe Ausscheiden von Niklas und Paul das erhoffte Ergebnis verhinderte. Jetzt wird erst einmal eine kurze Auszeit vom aufwendigen Trainingsalltag genommen, bevor es dann wieder in die Vorbereitung für die Herbstsaison geht, die dieses Jahr mit den Landesmeisterschaften NRW auf der heimischen Regattabahn in Duisburg am 06. udn 07. Oktober endet.

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